Holtebüttel hat gerockt!

Juni 3rd, 2011 by Marco | Comments (0)

Bei Langwedel/Verden, eine halbe Stunde Autofahrt von Bremen liegt das beschauliche Holtebüttel. Mit der Beschaulichkeit war es gestern dann aber schnell vorbei. Die Band KICKSTART eröffnete das HOLTEBÜTTEL ROCKT 2011 mit old-schooligem Hardrock, der desöfteren an die guten alten Guns´n´Roses erinnerte und mit der entsprechend Optik und Attitüde dargebracht wurde.

Hier begann sich bereits eine ordentliche Verspätung im Zeitplan zu manifestieren, weil die Band eine halbe Stunde zu spät anfing und dann auch eine glatte Stunde in Anspruch nahm. Für uns als Dritte im Bunde nicht weiter tragisch, für spätere Bands sicherlich ein Ärgernis.

Die zweite Bands des Abends gehören wohl in die Alternative-Rock-Ecke, ich kenne mich dort allerdings zu wenig aus, um einen Vergleich zu nennen. Jedenfalls frisch, dynamisch, jung und mit viel Power am Start zockte sich das lokale Trio ARRANT durch sein Set. Ich glaube, dass der Sänger nach wirklich jedem Song das Publikum aufforderte, noch “5 Schritte” weiter nach vorne zu kommen und wer da keinen Bock drauf hatte, wurde als “alt” bezeichnet. Ich lasse das einfach mal so stehen… Jedenfalls war bei ARRANT schon bedeutend mehr los als noch bei der ersten Truppe.

Von weiteren Bands des Abends kann ich nicht viel berichten, weil ich mich entweder am Merchstand aufhielt bzw. bei HEADBANGER´S NIGHTMARE erschöpft aufgegeben und mich stattdessen auf mein Feldbett in der Feuerwehrzentrale begeben hatte. Soweit also meine Erinnerungen, die nicht Sorrowfield betreffen.

Wir hatten einen denkbar dankbaren Platz in der Mitte des Billings, ca. gegen 23 Uhr, und ein Open Air-Gig im Dunkeln ist doch was Feines, besonders wenn man in der Umbaupause schon mit “Sorrowfield”-Sprechchören begrüßt wird. Das war wirklich nett von euch, Leute! :)
Das Set für diesen Abend bestand bis auf “Nightline” nur aus neuen Songs vom kommenden “Heritage Of Fire”-Album, das wir leider noch nicht dabei hatten, da es sich zur Zeit noch im Presswerk befindet. “Remember me” wird sicherlich noch länger unser Standard-Opener bleiben und so war es natürlich auch heute. Das Publikum war von Anfang bis Ende “bei uns”, besonders die erklärten Fans in der ersten Reihe machten den Gig für uns zu einem tollen Erlebnis. Ich glaube, dass besonders “Fire” gut ankam und der obligate Tanz-Contest bei “Blood Dance” funktionierte ebenfalls super.

Durch mein In-Ear-Monitoring kam leider hauptsächlich Lärm, was mich an den Rand meiner Kondition gebracht hat, aber tat dem Spass an der Freude auch keinen Abbruch! Mit “Legions” beendeten wir das reguläre Set und ließen uns nicht lange bitten, als Zugabe “Decorating Drunkards” rauszuhauen.
Nach dem Gig begaben wir uns zum Merchstand und bauten unseren Kram auf. Die “erste Reihe” war auch sofort da und ließ sich so einiges signieren (unter anderem einen blanken Arsch). Dort hatten wir die Gelegenheit, die Leute ein bisschen näher kennenzu lernen, sie an unserem, zur Tradition gewordenen After-Show-Dirty-Harry-Umtrunk teilhaben zu lassen und einfach noch ´ne Runde zu quatschen.

Das Festival insgesamt war sehr professionell organisiert und sicherlich mit viel ehrenamtlichem Engagement durchsetzt. Die Crew war außerordentlich nett und das Catering reichlich und gut. Ich habe gehört, dass es am Mittwoch ca. 400 zahlende Gäste gewesen sein sollen. Ich denke, dass das mit etwas Promotion beim nächsten Mal noch ausbaufähig ist.

Fazit: Geiler Abend, geile Leute  – vielen Dank Holtebüttel und vielleicht bis zum nächten Mal!

 

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